Karin Kraml

Karin Kraml (* 15. Dezember 1961 in Wien als Karin Müller; bis 2010 Karin Resetarits) ist eine österreichische Journalistin und Politikerin (MARTIN, LIF). Sie war von 2004 bis 2009 Mitglied des Europäischen Parlaments.

Ausbildung

Kraml besuchte von 1972 bis 1980 das Gymnasium Schulschwestern in Wien. Sie bestand die Matura mit ausgezeichneter Erfolg und war 1978 bis 1979 Austauschschülerin in der Huntington Highschool auf Long Island, New York. Das Masterstudium „Internationale Beziehungen“ auf der Donauuniversität Krems absolvierte sie zwischen 2008 und 2010. Sie spricht Deutsch, Englisch und Französisch.

Berufliche Tätigkeiten

Journalistin, Moderatorin, Politikerin, Gastronomin;

Karin Kraml war zwischen September 1980 und August 1988 für den Österreichischen Rundfunk in Wien als Redakteurin in den Redaktionen Kultur, Jugend und Programm-Promotion tätig. Sie gestaltete in dieser Zeit Beiträgen für diverse Kulturmagazine, u.a. für den Kulturteil der „Zeit im Bild“.

Sie moderierte und gestaltete Beiträge für die Jugendsendung „Ohne Maulkorb“ Und war Redakteurin und Moderatorin von „Trailer“ - dem Kinomagazin des ORF.

Sie war Gestalterin des wöchentlichen Programmpromotion-Magazins „2x7“.

Karin Kraml wechselte im September 1988 zum Österreichischen Bundestheaterverband und war bis August 1989 Pressesprecherin von Bundestheatergeneralsekretär Dr Rudolf Scholten und der designierten Staatsoperndirektion von Eberhard Wächter und Ioan Holender.

Ab September 1989 war Kraml wieder für den Österreichischen Rundfunk tätig. Als Redakteurin in den Redaktionen Kultur, Politik und Programmpromotion. Moderatorin diverser Kulturmagazine. Moderatorin ZIB (Zeit im Bild Nachrichtenmagazin) und Gestalterin von Dokumentationen. Zwischen Juni 1996 in Februar 1999 moderierte sie das neu geschaffene Kulturmagazin „Treffpunkt Kultur“.

Ab Juli 2003 moderierte Karin (damals Resetarits) Kraml für Kronehit Radio die Radiosendung „Resetarits Live“.

Bei einer dieser Sendungen hatte Kraml den Autor Hans Peter Martin zu Gast. Dieser bot ihr die Kandidatur für das Europaparlament auf seiner Liste an. Kraml zog als Listenzweite im Juli 2004 als Abgeordnete in das Europäische Parlament ein und schloss sich bald der ALDE Fraktion (Liberale) an. Im Europäischen Parlament war Kraml Mitglied in den Ausschüssen für Kultur/Bildung, Frauenrechte und Landwirtschaft.

Sie arbeitete in der Delegation für die Beziehungen zu Japan (Stellvertretende Präsidentin) und in der Kontaktgruppe mit Nordzypern. War Mitglied der EP-Arbeitsgruppe für die Trennung von Kirche und Staat und 2007 bis 2008 Host der wöchentlichen TV-Talkshow „Europäisches Quartett“ mit jeweils vier Gästen aus Politik und Zivilgesellschaft zu aktuellen EI-Politikthemen (gesendet auf dem österreichischen Privatsender TW1.

Nach Ablauf ihres Mandats produzierte Kraml für den ORF und 3sat die Doku-Reihe „Die schönsten Häuser der Welt.

Im Mai 2010 bekam Kraml das 5. Kind (Tochter) Und war von April 2010 bis Mai 2012 in Elternkarenz.

Ab Januar 2015 leitete sie den Aufbau der Wien-Redaktion von „Servus TV“ und die Produktionsleitung der Wien-Redaktion für „Servus-Krone“. Seit März 2016 ist Kraml als Redakteurin „Servus am Abend“ (Bundesländernachrichten) und als Korrespondentin „Servus Nachrichten“ für Europa im Einsatz.

Weitere Tätigkeiten:

Kraml war Geschäftsführerin des Restaurantbetriebs „Marx Restauration“ und des Restaurantbetriebes „EastEnd“ in welchem Kraml auch persönlich gekocht hat.[1]

Politik

Bei der Europawahl 2004 zog sie an zweiter Stelle auf der Liste Martin in das Europäische Parlament ein. Dort war sie zunächst fraktionslos, am 8. Juni 2005 wechselte sie zur liberalen ALDE-Fraktion und trat später auch dem Liberalen Forum (LIF) Österreichs bei. Von 2006 bis 2009 war sie Vorstandsmitglied der ALDE-Fraktion. Im EU-Parlament war sie Mitglied im Ausschuss für Kultur und Bildung, bis 2007 Delegierte für die Beziehungen zu den Vereinigten Staaten und danach stellvertretende Vorsitzende der Delegation für die Beziehungen zu Japan.[2] Bei der Nationalratswahl 2008 trat Kraml ohne Erfolg als Spitzenkandidatin des LIF im Land Salzburg an. 2009 ermöglichte sie den Jungen Liberalen Österreichs und deren Spitzenkandidat Hannes Müllner durch ihre Unterschrift als EU-Parlaments-Abgeordnete das Antreten zur EU-Wahl in Österreich.[3] Diese erhielten jedoch nur 0,7 Prozent der Stimmen.

Privates

Karin Kraml war mit Peter Resetarits, dem Bruder von Lukas und Willi Resetarits, verheiratet und trug auch dessen Nachnamen. 2010 heiratete sie den Produzenten ihrer Sendung Absolut Resetarits, Martin Kraml, mit dem sie 1999 zusammenkam. Sie hat fünf Kinder und lebt in Wien.

Quellen

  1. Kurzbiografie Karin Resetarits, Parlament, Republik Österreich, abgerufen am 3. Februar 2023.
  2. Karin Kraml in der Abgeordneten-Datenbank des Europäischen Parlaments
  3. Rosa Winkler-Hermaden: Mit Cowboyhut nach Europa. Der Standard. 5. Mai 2009 (abgerufen am 6. Mai 2009)
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