Klaus-Jürgen Hedrich

Leben und Beruf

Hedrich flüchtete gegen Ende des Zweiten Weltkriegs mit seiner Familie von Stettin nach Uelzen. Nach dem Abitur am Herzog-Ernst-Gymnasium Uelzen absolvierte er ein Studium der Evangelischen Theologie und der Anglistik an der Universität Göttingen, welches er 1969 mit dem Ersten Staatsexamen beendete.[1] Nach dem Referendariat am Ernestinum Celle und der Ablegung des Zweiten Staatsexamens für das Höhere Lehramt 1971 war er bis 1974 als Lehrer am Herzog-Ernst-Gymnasium Uelzen tätig.[2]

Klaus-Jürgen Hedrich war verheiratet und hatte drei Kinder.[3]

Partei

1961 wurde er Mitglied der Jungen Union und der CDU. Er engagierte sich zunächst in der JU und war von 1963 bis 1967 stellvertretender JU-Landesvorsitzender in Hannover.[1]

Von 1970 bis 1981 war Hedrich Vorsitzender des CDU-Kreisverbandes Uelzen und von 1981 bis 1991 des CDU-Bezirksverbandes Lüneburg.[4] Von 1978 bis 1990 gehörte er außerdem dem Landesvorstand der CDU in Niedersachsen an.[5]

Abgeordneter

Hedrich war von 1972 bis 2006 Mitglied des Kreistages des Landkreises Uelzen[6] und dort von 1976 bis 1986 Vorsitzender der CDU-Fraktion.[7] Von 1974 bis 1983 gehörte er dem Niedersächsischen Landtag an.[2]

Von 1983 bis 2005 war er Mitglied des Deutschen Bundestages. Hier war er von 1998 bis 2002 entwicklungspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und von 2003 bis 2005 Vorsitzender der Deutsch-ASEAN-Parlamentariergruppe.[8][9]

Hedrich ist bei den Bundestagswahlen 1998 und 2002 über die Landesliste Niedersachsen und davor stets als direkt gewählter Abgeordneter des Wahlkreises Celle – Uelzen in den Bundestag eingezogen.

Von 2002 bis 2005 war er Mitglied der Parlamentarischen Versammlung des Europarates und der Westeuropäischen Union.[6]

Öffentliche Ämter

Am 17. November 1994 wurde Hedrich als Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung in die von Bundeskanzler Helmut Kohl geführte Bundesregierung (Kabinett Kohl V) berufen.[10] Nach der Bundestagswahl 1998 schied er am 26. Oktober 1998 aus dem Amt.

Mitgliedschaften

Hedrich war von 1985 bis 2020 stellvertretender Vorsitzender der humanitären Hilfsorganisation Help – Hilfe zur Selbsthilfe.[11] Nach der Gründung des Deutsch-Turkmenischen Forums am 25. März 2009 war er erster Präsident dieses Vereins.

Literatur

Einzelnachweise

  1. Klaus-Jürgen Hedrich - Munzinger Biographie. Abgerufen am 11. April 2023.
  2. Nachruf Hedrich. In: obs-ev.de. Abgerufen am 11. April 2023.
  3. MdB: Klaus-Jürgen Hedrich. In: das BlogMagazin. 7. September 2009, abgerufen am 11. April 2023 (deutsch).
  4. Kehrseite. Abgerufen am 11. April 2023.
  5. Hedrich Klaus-Jürgen. In: webarchiv.bundestag.de. Abgerufen am 11. April 2023.
  6. Bernd Haunfelder: Personalia. In: Das Parlament. Nr. 50 vom 13. Dezember 2021, abgerufen am 7. Juli 2022.
  7. Die Vorsitzenden und Geschäftsführer der CDU-Landes-, Bezirks- und Kreisverbände seit 1945. In: kas.de. Abgerufen am 11. April 2023.
  8. CDU rügt Hilfe für Castro: Kuba besser als die Türkei? In: welt.de. Abgerufen am 11. April 2023.
  9. Keine Visa für Abgeordnete. In: Die Tageszeitung: taz. 13. November 2004, ISSN 0931-9085, S. 9 (taz.de [abgerufen am 11. April 2023]).
  10. Mut zum Handeln. In: az-online.de. Abgerufen am 11. April 2023.
  11. Machtwechsel in Simbabwe. In: help-ev.de. Abgerufen am 11. April 2023 (deutsch).
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