Louis-François Marteau

Louis-François Marteau (polnisch Ludwik Marteau; * 1715 in Paris, Frankreich; † 1804 in Warschau, Königreich Preußen) war ein polnischer Maler des Klassizismus französischer Abstammung. Er war Hofmaler der polnisch-litauischen Könige August III. und Stanislaus II. August Poniatowski.

Leben

Marteau entstammte beiderseits Künstlerfamilien aus Paris. Sein Vater war am Hof in Versailles tätig. Er war mit Louis de Silvestre verschwägert. Wahrscheinlich wurde er von seinem Lehrmeister Maurice Quentin de La Tour August III. als Hofmaler empfohlen. Möglicherweise kam der Kontakt auch über Louis de Silvestre zustande. 1752 war er am Hof von Jan Klemens Branicki in Białystok. Im folgenden Jahr begleitete er Branicki nach Warschau und blieb dort am Königshof. In den Jahren von 1768 bis 1780 lebte er in einem Haus unmittelbar am Warschauer Königsschloss. Er fertigte ab 1770 für den König Porträts der Gäste der Donnerstagmittagessen an, die im Königsschloss ausgehängt wurden. Ab 1780 war Anna Rajecka seine Schülerin. Nach dem Tod des Königs fand er in Izabela Lubomirska eine neue Mäzenin, in deren Warschauer Palast er zog.

Literatur

  • Derwojed J., Bal I., Słownik artystów polskich i obcych w Polsce działających, tom V, Warszawa: Instytut Sztuki Polskiej Akademii Nauk, 1993, S. 389–391, ISBN 83-85938-25-7.
Commons: Louis-François Marteau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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