Richard Triebe

Leben

Richard Triebe wurde in Břežánky (deutsch Briesen) geboren und wuchs in Telnice (Tellnitz) bei Ústí nad Labem (Aussig) auf.[1] Sein Vater stammte aus Obergeorgenthal. In Aussig besuchte Richard Triebe die Bürgerschule in der Theodor-Körner-Straße. Nach kurzem Kriegseinsatz im Zweiten Weltkrieg geriet er in britische Kriegsgefangenschaft.[2] Nach Kriegsende kam er nach Regensburg. Dort legte er nach der Ausbildung zum Bildhauer bei Josef Obermeier die Meisterprüfung im Steinmetz- und Bildhauerhandwerk 1952 ab.

Seit 1951 war er Mitglied des Bundesverbandes Bildender Künstlerinnen und Künstler (BBK) Niederbayern/Oberpfalz, dort von 1969 bis 1986 auch 2. Vorsitzender, und seit 1953 im Kunst- und Gewerbeverein Regensburg.[3] Von 1957 bis 1986 arbeitete er nach Josef Zentner als letzter freischaffender Leiter der Dombauhütte Regensburg.[4] Sein Nachfolger Helmut Stuhlfelder hatte 1971 bei ihm zu lernen begonnen.[5] Zudem war Triebe bis 1998 Heimatpfleger der Stadt Regensburg. Er schuf zahlreiche, vorwiegend feinfühlig gestaltete Skulpturen und Plastiken in Stein und Bronze. Hinzu kamen etliche Druckgrafiken.[4] Am Löwendenkmal bei Bad Abbach fertigte der Bildhauer 1978, unter Verwendung der Originalköpfe, die beiden 1945 gesprengten Monumentallöwen von Franz Joseph Muxel neu.[6] Er lebte nach seiner Tätigkeit als Dombaumeister bis zu seinem Tode in Etterzhausen. Er war verheiratet und Vater dreier Kinder.[2]

Auszeichnungen

Einzelnachweise

  1. Ein Sudetendeutscher Dombaumeister von Regensburg, Sudetenpost, Folge 7 vom 7. April 1077, S. 5.
  2. Ein Aussiger als Dombaumeister von Regensburg, Aussiger Bote, 1977, S. 64.
  3. Paul Winkler: Von einem, der uns fehlen wird. (Memento des Originals vom 4. April 2015 im Internet Archive)  Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.bbk-bayern.de im Bilde 4/12, BKK, 2012, S. 19.
  4. Susanne Wiedamann: Ein Leben für die Kathedrale, Mittelbayerische Zeitung, 30. Dezember 2012.
  5. Kirsten Oberhoff: Himmlisches Wahrzeichen und immerwährende Baustelle: Staatliche Dombauhütte, misericordia 10/09, Barmherzige Brüder, Oktober 2009, S. 7.
  6. Tanja Rexhepaj: Eine löwenstarke Leistung. In: Mittelbayerische Zeitung (Hrsg.): Naturdenkmäler in Bayern: Das Buch zur Serie der Mittelbayerischen Zeitung. epubli, 2014, ISBN 978-3-8442-9838-3 (Digitalscan).
VorgängerAmtNachfolger
Josef ZentnerRegensburger Dombaumeister
(1957–1986)
Helmut Stuhlfelder
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