Zentrum für Mittelalterstudien
Das Zentrum für Mittelalterstudien (ZEMAS) an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg ist ein interdisziplinärer und Fakultäten übergreifender Forschungsverbund zahlreicher mediävistischer Fächer. Das ZEMAS wurde 1998 auf Initiative von Bernd Schneidmüller begründet. Es ist heute eine wissenschaftliche Einrichtung der Universität Bamberg und seit 2002 vom Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst anerkannt.
| Dieser Artikel wurde zur Löschung vorgeschlagen.
Falls du Autor des Artikels bist, lies dir bitte durch, was ein Löschantrag bedeutet, und entferne diesen Hinweis nicht. | |
| Begründung: Eigenständige Relevanz als einzelnes Institut nicht dargestellt, s. auch QS |
Das ZEMAS vereint aktuell (2024) 78 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den verschiedensten mediävistischen Fächern wie der Germanistik, der mittelalterlichen Geschichte, Kunstgeschichte und Archäologie des Mittelalters. Die besondere Struktur der Universität Bamberg mit zahlreichen kleinen Fächern bietet in Bamberg Möglichkeiten des interdisziplinären Diskurses.[1] Neben Professoren und Lehrstuhlinhabern der Universität Bamberg als ordentlichen Mitgliedern gehören dem ZEMAS auch auswärtige (korrespondierende) Mitglieder und Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler an.
Über viele Jahre war Ingrid Bennewitz gewählte Vorsitzende des ZEMAS. Aktuell ist Gesine Mierke geschäftsführende Direktorin des ZEMAS.
Aktivitäten
Das ZEMAS war bereits mehrfach Ausrichter internationaler Tagungen und ist Forschungspartner bei internationalen Projekten, zuletzt etwa mit der Universität Zypern.[2] Das ZEMAS tritt regelmäßig durch mediävistische Ringvorlesungen (i. R. im Sommersemester) hervor, die thematisch einen Bezug zu Bamberg suchen, um einen Transfer in die regionale Öffentlichkeit zu leisten. So war 2023 Heinrich II. Thema der Ringvorlesung. 2024 werden „Klangräume des Mittelalters. Materialität und Medialität“ thematisiert.
Im Wechsel findet im Wintersemester das mediävistische Oberseminar statt, das dem wissenschaftlichen Austausch der Mitglieder und Studierenden dient. Neben geladenen Gästen werden Bamberger Forschungen und Abschlussarbeiten eingebunden. Über die Aktivitäten des Zentrums informiert jeweils zum Semesterbeginn eine Broschüre.
Das ZEMAS trägt und koordiniert den Studiengang „Interdisziplinäre Mittelalterstudien“ (Bachelor & Master) und organisiert Tagungen und Workshops. Seit 2012 bietet die Bamberger Graduiertenschule für Mittelalterstudien (BaGraMS) auch Promovierenden ein interdisziplinäres Studienangebot. Seine Nachwuchswissenschaftler werden finanziell mit Zuschüssen für Tagungsteilnahmen oder spezielle Fortbildungen unterstützt. Regelmäßig bietet das ZEMAS auch für Studierende anderer Universitäten Summer Schools an.
Seit 2008 besitzt das Zemas eine eigene Schriftenreihe, Bamberger interdisziplinäre Mittelalterstudien, zu Themen aus den verschiedenen mediävistischen Disziplinen, die auch im Open Access online bereitsteht. Vorträge und Vorlesungen erscheinen als Unterreihe.
Weblinks
Einzelnachweise
- B. Schneidmüller: Das Zentrum für Mittelalterstudien der Universität Bamberg. In: Das Mittelalter. Band 4/1, 1999, S. 93-98 (DOI:10.1524/mial.1999.4.1.93).
- https://www.ucy.ac.cy/cemar/international-symposium-storytelling-as-pharmakon/?lang=en oder https://eoc.org.cy/university-of-cyprus-2nd-workshop-for-culture-and-tourism-professionals-in-the-framework-of-the-network-for-medieval-arts-and-rituals-netmar/