Valentino Rossi

Valentino Rossi (* 16. Februar 1979 in Urbino) ist ein ehemaliger italienischer Motorradrennfahrer und aktueller Automobilrennfahrer.

Valentino Rossi
Valentino Rossi, 2017
Nation: Italien Italien
Motorrad-Weltmeisterschaft
Startnummer: 46
Statistik
Starts Siege Poles SR
432 115 65 96
WM-Titel: 9
WM-Punkte: 6357
Podestplätze: 235
Stand: Saisonende 2021
Nach Klasse(n):
125-cm³-Klasse
Erster Start: Großer Preis von Malaysia 1996
Letzter Start: Großer Preis von Australien 1997
Konstrukteure
1996–1997 Aprilia
WM-Bilanz
Weltmeister (1997)
Starts Siege Poles SR
30 12 5 9
WM-Punkte: 432
Podestplätze: 15
250-cm³-Klasse
Erster Start: Großer Preis von Japan 1998
Letzter Start: Großer Preis von Argentinien 1999
Konstrukteure
1998–1999 Aprilia
WM-Bilanz
Weltmeister (1999)
Starts Siege Poles SR
30 14 5 11
WM-Punkte: 510
Podestplätze: 21
500-cm³-Klasse
Erster Start: Großer Preis von Südafrika 2000
Letzter Start: Großer Preis von Rio de Janeiro 2001
Konstrukteure
2000–2001 Honda
WM-Bilanz
Weltmeister (2001)
Starts Siege Poles SR
32 13 4 15
WM-Punkte: 534
Podestplätze: 23
MotoGP-Klasse
Erster Start: Großer Preis von Japan 2002
Letzter Start: Großer Preis von Valencia 2021
Konstrukteure
2002–2003 Honda • 2004–2010, 2013–2021 Yamaha • 2011–2012 Ducati 
WM-Bilanz
Weltmeister (2002, 2003, 2004, 2005, 2008, 2009)
Starts Siege Poles SR
340 76 51 61
WM-Punkte: 4881
Podestplätze: 176

Er zählt mit neun Weltmeistertiteln zu den erfolgreichsten Piloten in der Geschichte der Motorrad-Weltmeisterschaft.

Eines von Rossis Markenzeichen ist die Startnummer 46, die bereits sein Vater Graziano Rossi trug. Er trägt zahlreiche Spitznamen, darunter „Vale“ und „The Doctor“.

Neben seinen sportlichen Erfolgen machte Valentino Rossi auch mit schauspielerischen Einlagen auf und neben der Rennstrecke auf sich aufmerksam. So feierte er Siege und Titel häufig mit Kostümen und speziellen Helm- und Motorraddesigns. Durch seine sportlichen Erfolge und sein extrovertiertes Verhalten wurde er einer der beliebtesten Sportler Italiens und ein weltbekannter Medienstar.

Motorradsport

Sportliche Karriere

Valentino Rossis Mutter Stefania wünschte sich, dass er Fußballspieler wird, doch sein Vater brachte ihn zum Kartsport. 1990 gewann er mit neun Siegen die regionale Go-Kart-Meisterschaft. Weil er für sein altes Go-Kart zu groß und zu schwer wurde und ein größeres nicht zu finanzieren war, beschloss Graziano, er solle auf Minimoto/Minibike umsteigen. Im Jahr 1991 gewann Rossi sein erstes Minibikerennen. Ein Jahr später wurde er regionaler Minimoto-Champion. Ab dem Alter von 14 Jahren (1993) fuhr Rossi Straßenrennmaschinen und wurde auf einer 125-cm³-Cagiva Dritter in der Italienischen Sport-Produktionsmeisterschaft. 1995 wurde er Italienischer Motorrad-Straßenmeister in der 125er-Klasse auf Aprilia.

In der Saison 1996 fuhr Rossi für Aprilia in der 125er-Klasse der Motorrad-Weltmeisterschaft und holte beim Großen Preis von Tschechien in Brünn seine erste Pole-Position und seinen ersten Grand-Prix-Sieg. 1997 gewann er die Achtelliter-Weltmeisterschaft mit einer Aprilia, wobei er in 11 von 15 Rennen siegte. 1998 wechselte Rossi in die 250er-Klasse, wo er 1999 auf Aprilia RSW 250 neun von 14 Rennen und den WM-Titel gewann.

Im Jahr 2000 setzte er seine Karriere bei Honda in der 500-cm³-Klasse fort, verzeichnete beim Großen Preis von Großbritannien in Donington Park seinen ersten Sieg in der Königsklasse und wurde WM-Zweiter hinter Kenny Roberts jr. 2001 gewann Rossi die letzte nur für 500-cm³-Zweitakter ausgeschriebene Weltmeisterschaft mit elf Siegen in 16 Rennen und wurde damit nach Phil Read der zweite Fahrer in der Geschichte des Motorradrennsports, der in drei Klassen Titel gewonnen hat. Außerdem gewann Rossi 2001 zusammen mit Colin Edwards auf Honda VTR 1000 SP-W das 8-Stunden-Rennen von Suzuka.

In den Jahren 2002 und 2003 wurde Rossi erneut Weltmeister, diesmal in der neu geschaffenen MotoGP-Klasse auf der Viertakt-Honda RC211V. Für 2004 suchte er mit einem Zwei-Jahres-Vertrag bei Yamaha nach einer neuen Herausforderung und verteidigte seinen Titel erneut vorzeitig erfolgreich im Rahmen des Großen Preises von Australien.[1] Rossi machte mit Hilfe seines Cheftechnikers Jeremy Burgess in vier Monaten (Januar bis April, denn Honda entließ ihn nicht vorzeitig aus dem am 31. Dezember 2003 auslaufenden Vertrag) aus einem unterlegenen Motorrad ein konkurrenzfähiges Renngefährt. Seinen Wechsel zu Yamaha begründete er mit We won in the wet, we won in the dry. We don’t have the motivation anymore. (Wir haben im Nassen gewonnen, wir haben im Trockenen gewonnen. Wir sind nicht mehr motiviert.). Vorzeitig verteidigte Rossi seinen MotoGP-Titel auch in der Saison 2005.

Im Rahmen des Grand Prix von Deutschland 2005 auf dem Sachsenring verlängerte er seinen Kontrakt mit Yamaha um ein weiteres Jahr bis Ende 2006. Der neue Vertrag soll ihm 20 Millionen Euro pro Saison eingebracht haben. Er war damit der bis dato bestverdienende Motorradsportler der Geschichte und der zu dieser Zeit bestverdienende Sportler Italiens.

Die Saison 2006 verlief durchwachsen für Rossi. Nach einem Sturz infolge einer Kollision mit Toni Elías im Auftaktrennen – dem Grand Prix von Spanien in Jerez – und mehreren Ausfällen durch technische Probleme am Motorrad, z. B. in China und in Frankreich, fiel er in der Punktewertung deutlich hinter den konstant punktenden Nicky Hayden zurück. Eine Aufholjagd ab Saisonmitte und ein Ausfall Haydens nach Kollision mit dessen Teamkollegen Dani Pedrosa im vorletzten Rennen in Portugal brachte Rossi wieder die WM-Führung, nachdem der Rückstand auf den WM-Spitzenreiter zeitweilig bis zu 51 Punkte betragen hatte. Ein selbst verschuldeter Sturz im Abschlussrennen in Valencia und der daraus resultierende 13. Platz kosteten Rossi allerdings den sechsten Titel in Folge.

Zur Saison 2007 wurde das der maximal zulässige Hubraum in der MotoGP-Klasse von 990 auf 800 cm³ gesenkt. Ducati baute mit der Desmosedici GP7 ein Motorrad, das besonders in der Höchstgeschwindigkeit dem Feld überlegen war. Rossi musste sich dem überlegenen Weltmeister Casey Stoner beugen und verlor im letzten Saisonrennen in Valencia durch einen Ausfall den zweiten WM-Rang um einen Punkt an den Sieger des Rennens, Dani Pedrosa.

2008 gewann Rossi beim Grand Prix von Japan, bei noch drei ausstehenden Rennen, mit seinem achten Saisonsieg vorzeitig den achten Titel seiner Karriere und seinen sechsten in der Königsklasse. Zudem verbesserte er mit einem Sieg beim Großen Preis von Indianapolis, seinem 69. Sieg in der höchsten Hubraumklasse, den entsprechenden Königsklassen-Rekord von Giacomo Agostini.

Mit sechs Siegen in der Saison 2009 wurde der Italiener vor seinem spanischen Teamkollegen Jorge Lorenzo im Rahmen des Großen Preises von Malaysia vorzeitig zum insgesamt neunten Mal in seiner Karriere Weltmeister.[2]

Am 5. Juni 2010 stürzte Valentino Rossi im zweiten freien Training zum Grand Prix von Italien in Mugello schwer. Er erlitt einen doppelten, offenen Schienbeinbruch und wurde noch am selben Tag im Centro traumatologico ortopedico in Florenz erfolgreich operiert, eine Pause von mindestens sechs Wochen wurde prognostiziert.[3][4][5] Nach tatsächlich nur sechs Wochen, in denen er für drei Rennen aussetzen musste, zeigte er auf dem Sachsenring mit Rang vier ein starkes Comeback. Am 15. August 2010 setzte Rossi den vielen Spekulationen um seine sportliche Zukunft ein Ende und unterschrieb einen Zweijahresvertrag ab 2011 beim Ducati MotoGP Team.[6]

Beim Großen Preis von Malaysia 2011 war Rossi unverschuldet in den tragischen Unfall verwickelt, bei dem Marco Simoncelli zu Tode kam.

Am Ende der Saison 2012 verließ Rossi Ducati nach zwei erfolglosen Jahren und wechselte zurück zum Yamaha-Werksteam an die Seite von Jorge Lorenzo und fuhr im ersten Rennen in Katar direkt den zweiten Platz heraus.[7]

Mit dem zweiten Platz beim Großen Preis von Frankreich 2014 auf dem Circuit Bugatti errang Rossi seine 150. Podiumsplatzierung in der Königsklasse (500 cm³ bzw. MotoGP) der Motorrad-Weltmeisterschaft.[8] Den nächsten Meilenstein erreichte er bereits beim nächsten Rennen in Italien. Dort fuhr Rossi sein 300. Rennen in der Motorrad-WM.[9] Mit dem dritten Platz beim Großen Preis von Indianapolis 2014 auf dem Indianapolis Motor Speedway durchbrach er als erster Pilot die 4.000-Punkte-Marke in der höchsten Klasse der Motorrad-Weltmeisterschaft.[10] Nachdem er beim Großen Preis von San Marino das erste Mal in der Saison 2014 aus der ersten Reihe hatte starten können, holte er sich im Rennen den ersten Saisonsieg. Es war sein erster Sieg in Misano seit 2009. Nach einem Sturz des zu diesem Zeitpunkt schon als Weltmeister feststehenden Marc Márquez siegte Rossi auch beim Großen Preis von Australien. Beim Großen Preis von Valencia holte er seine erste Pole-Position seit dem Großen Preis von Frankreich 2010. Im Rennen wurde er hinter Marc Márquez Zweiter und beendete die Saison mit 13 Podestplätzen auf dem zweiten WM-Rang. Es war Rossis erfolgreichste Saison seit seinem letzten WM-Titel 2009.

Durch seinen dritten Platz beim Großen Preis von Deutschland in der Saison 2015 hält Rossi nun den Rekord für den längsten zeitlichen Abstand zwischen dem ersten und letzten Grand-Prix-Podium. Diese Bestmarke hielt vor ihm 29 Jahre Ángel Nieto.[11] Mit seiner Teilnahme am Großen Preis von Malaysia ist Rossi nun der Fahrer mit den meisten bestrittenen Grand-Prix-Rennen (329 Starts). Zuvor hielt Loris Capirossi diesen Rekord. Ebenfalls beim Großen Preis von Malaysia berührten sich Rossi und Márquez, daraufhin stürzte Márquez. Nach dem Rennen entschied die Rennleitung, Rossi für diese Aktion drei Strafpunkte zu erteilen. Da er schon einen Strafpunkt hatte, musste er beim letzten Rennen der Saison in Valencia vom letzten Startplatz ins Rennen gehen. Gegen diese Strafe legte Rossi vor dem Internationalen Sportgerichtshof, mit einem Eilantrag, Einspruch ein. Zumindest wollte er einen Aufschub der Strafe für Valencia erwirken. Dieser Eilantrag wurde jedoch abgelehnt. Obwohl Rossi sich in dem Rennen bis auf den vierten Rang vorarbeitete, reichte es nicht, um den Weltmeistertitel zu gewinnen. Lorenzo siegte und hatte damit in der Gesamtwertung fünf Punkte mehr als Rossi. Da der Titel nun vergeben war, und die Entscheidung des Internationalen Sportgerichtshof darauf keinen Einfluss gehabt hätte, zog Rossi den Einspruch im Dezember zurück.[12]

Beim ersten Rennwochenende der Saison 2016 gaben Rossi und Yamaha die Vertragsverlängerung des Italieners bekannt. Er unterschrieb einen Vertrag bis einschließlich 2018 beim Yamaha-Werksteam.[13] Am 15. März 2018 wurde bekannt, dass Rossi diesen vorzeitig bis 2020 verlängern wird.[14]

Zur Saison 2021 wechselte Rossi zum Petronas Yamaha Sepang Racing Team. Im Vorfeld des Großen Preises der Steiermark kündigte er am 5. August 2021 seinen Rücktritt als aktiver Fahrer zum Ende der Saison an.[15] In der Saison 2022 wird er ein eigenes Team in der MotoGP und in der Moto2 an den Start bringen, das von Mooney gesponsert und den Namen Mooney VR46 Racing Team tragen wird.[16]

Motorsportliche Aktivitäten neben dem Motorradsport

Seit dem Erreichen der Weltmeistertitel in allen Hubraumklassen ist die Zukunft von Valentino Rossi immer wieder Gegenstand von Spekulationen. Ab 2004 war er wiederholt als möglicher Fahrer beim Formel-1-Team von Ferrari im Gespräch. Damals absolvierte er mehrere Testfahrten und kam dabei auf der Ferrari-Teststrecke bis auf 1,5 Sekunden an die Zeit von Michael Schumacher heran.

Auch Gerüchte über einen Wechsel in die Rallye-Weltmeisterschaft machten nach einem erfolgreichen Einsatz (3. Platz bei der Monza-Rallye) die Runde. Beide Gerüchte bewahrheiteten sich bisher nicht. Am 25. Mai 2006 wurde bekannt, dass zwar ein Angebot von Ferrari existiert habe, Rossi dieses jedoch abgelehnt hat. Am 4. Juni 2006 gab er bekannt, dass er seinen Vertrag bei Yamaha bis Ende 2007 verlängert hat. Am 9. November 2006 testete Rossi auf dem Hockenheimring einen DTM-Mercedes und deutete eine mögliche gemeinsame Zukunft mit dem Stuttgarter Hersteller in der Formel 1 an.[17]

Am 22. November 2009 bestritt Rossi beim 6-Stunden-Rennen in Vallelunga sein erstes Langstreckenrennen und belegte mit Uccio Salucci und Andrea Ceccato in der GT3-Klasse mit einem Ferrari 430 GT3 den dritten Platz.[18]

Statistik

Erfolge

Ehrungen

In der Motorrad-Weltmeisterschaft

SaisonKlasseMotorradTeamRennenSiegeZweiterDritterPolesSchn.
Runden
PunkteErgebnis
1996125 cm³Aprilia RS125RScuderia AGV Aprilia1511121119.
1997Nastro Azzurro Aprilia15111147321Weltmeister
1998250 cm³Aprilia RS2501453132012.
19991692158309Weltmeister
2000500 cm³Honda NSR500Nastro Azzurro Honda1623552092.
2001161111410325Weltmeister
2002MotoGPHonda RC211VRepsol Honda Team1611479355Weltmeister
200316952912357Weltmeister
2004Yamaha YZR-M1Gauloises Yamaha Team169253304Weltmeister
200517113256367Weltmeister
2006Camel Yamaha Team17541542472.
2007Fiat Yamaha Team18431432413.
20081895225373Weltmeister
20091765276306Weltmeister
201014226122333.
2011Ducati Desmosedici GP11Ducati Team17111397.
2012Ducati Desmosedici GP1218211636.
2013Yamaha YZR-M1Yamaha Factory Racing1811412374.
2014Movistar Yamaha MotoGP18265112952.
201518438143252.
201618262322492.
2017171322085.
2018181411983.
2019Monster Energy Yamaha MotoGP19211747.
20201216615.
2021Petronas Yamaha SRT184418.
Gesamt4321156753659663579 WM-Titel
Grand-Prix-Siege
SaisonKlasseRennen
1996125 cm³Tschechien
1997125 cm³Malaysia Spanien Italien Frankreich Niederlande San Marino Deutschland Brasilien Vereinigtes Konigreich Katalonien Indonesien
1998250 cm³Niederlande San Marino Katalonien Australien Argentinien
1999250 cm³Spanien Italien Katalonien Vereinigtes Konigreich Deutschland Tschechien Australien Sudafrika Brasilien
2000500 cm³Vereinigtes Konigreich Brasilien
2001500 cm³Japan Sudafrika Spanien Katalonien Vereinigtes Konigreich Tschechien Portugal Valencia SPC Malaysia Brasilien
2002MotoGPJapan Spanien Frankreich Italien Katalonien Niederlande Vereinigtes Konigreich Deutschland Portugal Brasilien Australien
2003MotoGPJapan Spanien Italien Tschechien Portugal Brasilien Malaysia Australien Valencia
2004MotoGPSudafrika Italien Katalonien Niederlande Vereinigtes Konigreich Portugal Malaysia Australien Valencia
2005MotoGPSpanien China Volksrepublik Frankreich Italien Katalonien Niederlande Vereinigtes Konigreich Deutschland Tschechien Katar Australien
2006MotoGPKatar Italien Katalonien Deutschland Malaysia
2007MotoGPSpanien Italien Niederlande Portugal
2008MotoGPChina Volksrepublik Frankreich Italien Vereinigte Staaten Tschechien San Marino Indianapolis Japan Malaysia
2009MotoGPSpanien Katalonien Niederlande Deutschland Tschechien San Marino
2010MotoGPKatar Malaysia
2013MotoGPNiederlande
2014MotoGPSan Marino Australien
2015MotoGPKatar Argentinien Niederlande Vereinigtes Konigreich
2016MotoGPSpanien Katalonien
2017MotoGPNiederlande
Einzelergebnisse
Saison 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19
1996 Malaysia Indonesien Japan Spanien Italien Frankreich Niederlande Deutschland Vereinigtes Konigreich Osterreich Tschechien Italien Katalonien Australien
6 11 11 4 4 DNF DNF 5 DNF 3 1 5 DNF DNF 14
1997 Malaysia Japan Spanien Italien Osterreich Frankreich Niederlande Italien Deutschland Vereinigtes Konigreich Tschechien Katalonien Indonesien Australien
1 DNF 1 1 2 1 1 1 1 1 1 3 1 1 6
1998 Japan Malaysia Spanien Italien Frankreich Niederlande Vereinigtes Konigreich Deutschland Tschechien Italien Katalonien Australien Argentinien
DNF DNF 2 2 2 DNF 1 DNF 3 DNF 1 1 1 1
1999 Malaysia Japan Spanien Frankreich Italien Katalonien Niederlande Vereinigtes Konigreich Deutschland Tschechien Italien Valencia Australien Sudafrika Argentinien
5 7 1 DNF 1 1 2 1 1 1 2 8 1 1 1 3
2000 Sudafrika Malaysia Japan Spanien Frankreich Italien Katalonien Niederlande Vereinigtes Konigreich Deutschland Tschechien Portugal Valencia Japan Australien
DNF DNF 11 3 3 12 3 6 1 2 2 3 DNF 1 2 3
2001 Japan Sudafrika Spanien Frankreich Italien Katalonien Niederlande Vereinigtes Konigreich Deutschland Tschechien Portugal Valencia Japan Australien Malaysia
1 1 1 3 DNF 1 2 1 7 1 1 11 1 1 1 1
2002 Japan Sudafrika Spanien Frankreich Italien Katalonien Niederlande Vereinigtes Konigreich Deutschland Tschechien Portugal Japan Malaysia Australien Valencia
1 2 1 1 1 1 1 1 1 DNF 1 1 2 2 1 2
2003 Japan Sudafrika Spanien Frankreich Italien Katalonien Niederlande Vereinigtes Konigreich Deutschland Tschechien Portugal Japan Malaysia Australien Valencia
1 2 1 2 1 2 3 3 2 1 1 1 2 1 1 1
2004 Sudafrika Spanien Frankreich Italien Katalonien Niederlande Deutschland Vereinigtes Konigreich Tschechien Portugal Japan Katar Malaysia Australien Valencia
1 4 4 1 1 1 DNF 4 1 2 1 2 DNF 1 1 1
2005 Spanien Portugal China Volksrepublik Frankreich Italien Katalonien Niederlande Vereinigte Staaten Vereinigtes Konigreich Deutschland Tschechien Japan Malaysia Katar Australien Turkei Valencia
1 2 1 1 1 1 1 3 1 1 1 DNF 2 1 1 2 3
2006 Spanien Katar Turkei China Volksrepublik Frankreich Italien Katalonien Niederlande Vereinigtes Konigreich Deutschland Vereinigte Staaten Tschechien Malaysia Australien Japan Portugal Valencia
14 1 4 DNF DNF 1 1 8 2 1 DNF 2 1 3 2 2 13
2007 Katar Spanien Turkei China Volksrepublik Frankreich Italien Katalonien Vereinigtes Konigreich Niederlande Deutschland Vereinigte Staaten Tschechien San Marino Portugal Japan Australien Malaysia Valencia
2 1 10 2 6 1 2 4 1 DNF 4 7 DNF 1 13 3 5 DNF
2008 Katar Spanien Portugal China Volksrepublik Frankreich Italien Katalonien Vereinigtes Konigreich Niederlande Deutschland Vereinigte Staaten Tschechien San Marino Indianapolis Japan Australien Malaysia Valencia
5 2 3 1 1 1 2 2 11 2 1 1 1 1 1 2 1 3
2009 Katar Japan Spanien Frankreich Italien Katalonien Niederlande Vereinigte Staaten Deutschland Vereinigtes Konigreich Tschechien Indianapolis San Marino Portugal Australien Malaysia Valencia
2 2 1 16 3 1 1 2 1 5 1 DNF 1 4 2 3 2
2010 Katar Spanien Frankreich Italien Vereinigtes Konigreich Niederlande Katalonien Deutschland Vereinigte Staaten Tschechien Indianapolis San Marino Aragonien Japan Malaysia Australien Portugal Valencia
1 3 2 DNS INJ INJ INJ 4 3 5 4 3 6 3 1 3 2 3
2011 Katar Spanien Portugal Frankreich Katalonien Vereinigtes Konigreich Niederlande Italien Deutschland Vereinigte Staaten Tschechien Indianapolis San Marino Aragonien Japan Australien Malaysia Valencia
7 5 5 3 5 6 4 6 9 6 6 10 7 10 DNF DNF Ann. DNF
2012 Katar Spanien Portugal Frankreich Katalonien Vereinigtes Konigreich Niederlande Deutschland Italien Vereinigte Staaten Indianapolis Tschechien San Marino Aragonien Japan Malaysia Australien Valencia
10 9 7 2 7 9 13 6 5 DNF 7 7 2 8 7 5 7 10
2013 Katar USA-Texas Spanien Frankreich Italien Katalonien Niederlande Deutschland Vereinigte Staaten Indianapolis Tschechien Vereinigtes Konigreich San Marino Aragonien Malaysia Australien Japan Valencia
2 6 4 12 DNF 4 1 3 3 4 4 4 4 3 4 3 6 4
2014 Katar USA-Texas Argentinien Spanien Frankreich Italien Katalonien Niederlande Deutschland Indianapolis Tschechien Vereinigtes Konigreich San Marino Aragonien Japan Australien Malaysia Valencia
2 8 4 2 2 3 2 5 4 3 3 3 1 DNF 3 1 2 2
2015 Katar USA-Texas Argentinien Spanien Frankreich Italien Katalonien Niederlande Deutschland Indianapolis Tschechien Vereinigtes Konigreich San Marino Aragonien Japan Australien Malaysia Valencia
1 3 1 3 2 3 2 1 3 3 3 1 5 3 2 4 3 4
2016 Katar Argentinien USA-Texas Spanien Frankreich Italien Katalonien Niederlande Deutschland Osterreich Tschechien Vereinigtes Konigreich San Marino Aragonien Japan Australien Malaysia Valencia
4 2 DNF 1 2 DNF 1 DNF 8 4 2 3 2 3 DNF 2 2 4
2017 Katar Argentinien USA-Texas Spanien Frankreich Italien Katalonien Niederlande Deutschland Tschechien Osterreich Vereinigtes Konigreich San Marino Aragonien Japan Australien Malaysia Valencia
3 2 2 10 DNF 4 8 1 5 4 7 3 INJ 5 DNF 2 7 5
2018 Katar Argentinien USA-Texas Spanien Frankreich Italien Katalonien Niederlande Deutschland Tschechien Osterreich Vereinigtes Konigreich San Marino Aragonien Thailand Japan Australien Malaysia Valencia
3 19 4 5 3 3 3 5 2 4 6 C 7 8 4 4 6 18 13
2019 Katar Argentinien USA-Texas Spanien Frankreich Italien Katalonien Niederlande Deutschland Tschechien Osterreich Vereinigtes Konigreich San Marino Aragonien Thailand Japan Australien Malaysia Valencia
5 2 2 6 5 DNF DNF DNF 8 6 4 4 4 8 8 DNF 8 4 8
2020 Katar Spanien Andalusien Tschechien Osterreich Steiermark San Marino Emilia-Romagna Katalonien Frankreich Aragonien Europa Valencia Portugal
C DNF 3 5 5 9 4 DNF DNF DNF INJ INJ DNF 16 12
2021 Katar Katar Portugal Spanien Frankreich Italien Katalonien Deutschland Niederlande Steiermark Osterreich Vereinigtes Konigreich Aragonien San Marino USA-Texas Emilia-Romagna Portugal Valencia
12 16 DNF 17 11 10 DNF 14 DNF 13 8 18 19 17 15 10 13 10
Legende
FarbeAbkürzungBedeutung
GoldSieg
Silber2. Platz
Bronze3. Platz
GrünPlatzierung in den Punkten
BlauKlassifiziert außerhalb der Punkteränge
ViolettDNFRennen nicht beendet (did not finish)
NCnicht klassifiziert (not classified)
RotDNQnicht qualifiziert (did not qualify)
DNPQin Vorqualifikation gescheitert (did not pre-qualify)
SchwarzDSQdisqualifiziert (disqualified)
WeißDNSnicht am Start (did not start)
WDzurückgezogen (withdrawn)
HellblauPOnur am Training teilgenommen (practiced only)
TDFreitags-Testfahrer (test driver)
ohneDNPnicht am Training teilgenommen (did not practice)
INJverletzt oder krank (injured)
EXausgeschlossen (excluded)
DNAnicht erschienen (did not arrive)
CRennen abgesagt (cancelled)
 keine WM-Teilnahme
sonstigeP/fettPole-Position
1/2/3/4/5/6/7/8Punktplatzierung im Sprint-/Qualifikationsrennen
SR/kursivSchnellste Rennrunde
*nicht im Ziel, aufgrund der zurückgelegten
Distanz aber gewertet
()Streichresultate
unterstrichenFührender in der Gesamtwertung
Rekorde in der Motorrad-Weltmeisterschaft
  • klassenübergreifend
    • jüngster Fahrer mit 90 Grand-Prix-Siegen mit 29 Jahren und 92 Tagen
    • meiste Podestplätze: 235
    • meiste Punkte: 6357
    • meiste Saisons mit mindestens einer Pole-Position: 16 (1996–1997, 2001–2010, 2014–2016, 2018)
  • MotoGP-Klasse
    • meiste Weltmeistertitel in Folge: 4 (2006–2009)1
    • meiste Siege: 89
    • meiste Podestplätze: 199
    • meiste schnellste Rennrunden: 75
    • meiste Siege auf einer Strecke: 8 (TT Circuit Assen)2
    • meiste Podestplätze in Folge: 24 (2002–2004)
    • ältester Weltmeister mit 30 Jahren und 259 Tagen (2009)
    • ältester Grand-Prix-Sieger mit 38 Jahren und 129 Tagen (Dutch TT 2017)
    • ältester Fahrer auf Pole-Position mit 39 Jahren und 107 Tagen (Großer Preis von Italien 2018)
  • 125 cm³-Klasse
    • meiste Siege in einer Saison: 11 (1997)

Anmerkungen:

1 
zusammen mit Marc Márquez (2016–2019)
2 
zusammen mit Marc Márquez (Sachsenring)

Einzelergebnisse in der FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft

Saison Team Rennwagen 1 2 3 4 5 6 7 8
2024 Team WRT BMW M4 GT3 Katar KAT Italien IMO Belgien SPA Frankreich LEM Brasilien SAO Vereinigte Staaten AUS Japan FUJ Bahrain BAH
19 19 DNF

Neben der Rennstrecke

Spitznamen

Den Spitznamen „Il Dottore“ bzw. „The Doctor“ trägt er vermutlich aus mehreren Gründen:

  • Er selbst sagte einmal, dass man in der MotoGP-Klasse mit chirurgischer Genauigkeit vorgehen muss.
  • Der Zusatz „Dottore“ begründet sich auch in der Vorliebe mancher Italiener, besonders verehrten Persönlichkeiten einen Titel als Respektsbekundung voranzustellen, auch wenn sie diesen gar nicht besitzen.

Rossi geht mittlerweile als „echter“ Doktor an den Start. Die Universität seiner Heimatstadt Urbino hat ihm den Titel eines Dr. h. c. für Kommunikation verliehen.

Startnummer

Die Startnummer 46 ist das Markenzeichen von Rossi. Diese Nummer trug bereits sein Vater Graziano Rossi. Im Mai 2022 verkündete die Dorna, dass seine Startnummer 46 zurückgezogen wird und somit in der MotoGP-Klasse künftig nicht mehr vergeben werden darf.[22]

Privatleben

2007 erklärten die italienischen Behörden, gegen Rossi werde wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung ermittelt. Es gehe dabei um 112 Mio. Euro nicht versteuerter Einkünfte. Rossi hatte seinen Wohnsitz offiziell nach London verlegt, lebte den Behörden zufolge aber weiterhin hauptsächlich in seinem Heimatort Tavullia. Im Februar 2008 wurde das Verfahren gegen die Zahlung von 35 Mio. Euro eingestellt.[23]

Sein Halbbruder Luca Marini ist ebenfalls Rennfahrer.[24]

Im August 2021 gab Rossi via Social Media bekannt, dass er und seine Freundin Francesca Sofia Novello eine Tochter erwarten.[25]

Literatur

  • Valentino Rossi und Enrico Borghi: Valentino Rossi – die Autobiographie. Bombus-Verlag, München 2006, ISBN 3-936261-52-0.
  • Michel Turco: Rossi. Die Legende. Copress Verlag, Grünwald 2022, ISBN 978-3-7679-1295-3.
  • Mat Oxley: Valentino Rossi – Champion des MotoGP. Delius Klasing Verlag, Bielefeld 2011, ISBN 978-3-7688-5331-6.
Commons: Valentino Rossi – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Rossi wins 2004 world championship! 17. Oktober 2004, abgerufen am 12. August 2021 (englisch).
  2. Dorna Sports: Rossis volle Reaktion zum neunten WM-Titel | MotoGP™. Abgerufen am 9. August 2021.
  3. Lennart Schmid: Rossi-Sturz überschattet Lorenzo-Bestzeit. www.motorsport-total.com, 5. Juni 2010, abgerufen am 6. Juni 2010.
  4. Lennart Schmid, Maximilian Kroiss: Rossi: Schienbeinbruch – Sofortige Operation in Florenz. www.motorsport-total.com, 5. Juni 2010, abgerufen am 6. Juni 2010.
  5. Lennart Schmid: Rossi: Operation erfolgreich verlaufen. www.motorsport-total.com, 5. Juni 2010, abgerufen am 6. Juni 2010.
  6. Rossi wechselt 2011 zu Ducati. www.motogp.com, 15. August 2010, abgerufen am 16. August 2010.
  7. Rossi Yamaha 2013 - Motorrad Sport. Abgerufen am 23. November 2019 (österreichisches Deutsch).
  8. Dorna Sports: Rossi nach nächstem Podium zufrieden | MotoGP™. Abgerufen am 23. November 2019.
  9. Dorna Sports: Rossi mit Podest zum 300. Jubiläums-GP | MotoGP™. Abgerufen am 23. November 2019.
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