Tour de Suisse 2024

Die Tour de Suisse 2024 ist die 87. Austragung des Schweizer Etappenrennens. Das Radrennen findet vom 9. bis zum 16. Juni im Rahmen von acht Etappen statt und ist Teil der UCI WorldTour 2024. Im Jahr 2024 überschneidet sich die Rundfahrt mit dem Critérium du Dauphiné, das ebenfalls als wichtiges Vorbereitungsrennen für die Tour de France gilt.

Tour de Suisse 2024
Rennserie UCI WorldTour 2024
Austragungsland Schweiz Schweiz

Liechtenstein Liechtenstein

Austragungszeitraum 9.–16. Juni
Etappen 8
Gesamtlänge 947,8 km
Gesamtwertung
Punktewertung
Bergwertung
Nachwuchswertung
2023 2025

In Gedenken an den im Vorjahr tödlich gestürzten Gino Mäder wird ab dieser Austragung am höchsten Punkt der Tour ein Spezialpreis Hors Catégorie vergeben, der «#rideforgino Bergpreis».[1]

Streckenführung

Insgesamt legen die Fahrer auf acht Etappen 947,8 Kilometer zurück. Es stehen zwei hüglige Etappen und vier Bergankünfte sowie ein flaches Einzelzeitfahren und ein Bergzeitfahren auf dem Programm. Die Rundfahrt beginnt mit einem kurzen Zeitfahren in der Liechtensteiner Hauptstadt Vaduz. Im Anschluss folgen Etappenankünfte in Regensdorf und Rüschlikon, ehe die Fahrer die Alpen erreichen. Die erste Bergankunft findet auf dem Gotthardpass (2091 m) statt, ehe weitere Bergankünfte in Carì (1652 m) und Blatten (1328 m) abgehalten werden. Die letzten beiden Abschnitte werden in der Romandie ausgetragen, wobei Villars-sur-Ollon (1250 m) als Zielort dient. Die letzte Etappe findet dabei im Rahmen eines 15,7 Kilometer langen Bergzeitfahrens statt. Der höchste Punkt der Rundfahrt war der Nufenenpass mit 2439 Metern Seehöhe.

Etappe Datum Strecke Typ km
1 So, 9. Juni 2024 Vaduz – Vaduz 4,8
2 Mo, 10. Juni 2024 Vaduz – Regensdorf 176,9
3 Di, 11. Juni 2024 SteinmaurRüschlikon 161,7
4 Mi, 12. Juni 2024 Rüschlikon – Gotthardpass 170,9
5 Do, 13. Juni 2024 AmbrìCarì 148,6
6 Fr, 14. Juni 2024 Locarno UlrichenBlatten 42,5
7 Sa, 15. Juni 2024 Villars-sur-Ollon – Villars-sur-Ollon 118,1
8 So, 16. Juni 2024 Aigle – Villars-sur-Ollon 15,7
Gesamtdistanz: 947,8

Reglement

Im Rahmen der 87. Auflage werden Trikots für die Gesamtwertung (gelb), Punktewertung (schwarz), Bergwertung (rot) und Nachwuchswertung (weiß) vergeben. Für die Teamwertung werden die Zeiten der drei besten Fahrer pro Etappe zusammengezählt. Während der Etappen gibt es die Möglichkeit, Zeitbonifikationen zu gewinnen, um sich in der Gesamtwertung zu verbessern. Die genaue Vergabe der Punkte für die Punkte- und Bergwertung wird in der folgenden Tabelle erklärt:

1. 2. 3. 4. 5. Platz
Punktewertung Zielankunft 12 8 6 4 2 Punkte
2. Zwischensprint 10 6 4
Bergwertung HC Kategorie 20 15 10 6 4
1. Kategorie 12 8 6 4 2
3. Kategorie 3 2 1
Bonussekunden Zielankunft 10 6 4 Sekunden
1. Zwischensprint

(Tissot Kilometer)*

3 2 1
3 2 1
* 
1000 Meter nach dem 1. Zwischensprint wird ein weiterer Zwischensprint abgenommen. Beide Male werden Bonussekunden vergeben.

Teilnehmende Mannschaften und Fahrer

Neben den 18 UCI WorldTeams sollen auch 5 UCI ProTeams und eine Auswahl des Schweizer Nationalteams an der Rundfahrt teilnehmen. Für jedes Team sind sieben Fahrer startberechtigt.

Als Favoriten auf den Gesamtsieg gelten: João Almeida, Isaac Del Toro (beide UAE Team Emirates), Egan Bernal, Thomas Pidcock (beide Ineos Grenadiers), Richard Carapaz (EF Education-EasyPost), Mattias Skjelmose Jensen (Lidl-Trek), Enric Mas (Movistar Team), Lenny Martinez (Groupama-FDJ), Felix Gall (Decathlon AG2R La Mondiale Team), Emanuel Buchmann (Bora-hansgrohe), Ben Tulett (Team Visma-Lease a Bike) und Jan Hirt (Soudal Quick-Step).

Mit Mark Cavendish (Astana Qazaqstan Team), Arnaud De Lie (Lotto Dstny) und Bryan Coquard (Cofidis) sollen nur wenige Sprinter bei der 87. Austragung starten. Hinzukommen jedoch endschnelle Fahrer wie Thibau Nys (Lidl-Trek), Marc Hirschi (UAE Team Emirates), Alberto Bettiol (EF Education-EasyPost) und Paul Lapeira (Decathlon AG2R La Mondiale Team).

Im Zeifahren der ersten Etappe gelten die beiden Schweizer Stefan Küng (Groupama-FDJ) und Stefan Bissegger (EF Education-EasyPost) als Favoriten.

UCI WorldTeams UCI ProTeams Nationalteams
ADC Belgien Alpecin-Deceuninck EFE Vereinigte Staaten EF Education-EasyPost DFP Niederlande Team dsm-firmenich PostNL IPT Israel Israel-Premier Tech Schweiz Schweiz
ARK Frankreich Arkéa-B&B Hotels GFC Frankreich Groupama-FDJ JAY Australien Team Jayco AlUla LDT Belgien Lotto Dstny
AST Kasachstan Astana Qazaqstan Team IGD Vereinigtes Konigreich Ineos Grenadiers TVL Niederlande Team Visma-Lease a Bike Q36 Schweiz Q36.5 Pro Cycling Team
TBV Bahrain Bahrain Victorious IWA Belgien Intermarché-Wanty UAD Vereinigte Arabische Emirate UAE Team Emirates COR Italien Team Corratec – Vini Fantini
BOH Deutschland Bora-Hansgrohe LTK Vereinigte Staaten Lidl-Trek TUD Schweiz Tudor Pro Cycling Team
COF Frankreich Cofidis MOV Spanien Movistar Team
DAT Frankreich Decathlon AG2R La Mondiale Team SOQ Belgien Soudal Quick-Step

Rennverlauf und Ergebnisse

Etappe 1: Vaduz – Vaduz (4,8 km)

Die erste Etappe wird im Rahmen eines kurzen, flachen Einzelzeitfahrens ausgetragen, das in Vaduz startet und endet. Die Runde geht vom Zentrum von Vaduz zum Rhein, ihm entlang anderthalb Kilometer nach Süden und zurück ins Ortszentrum.

Der Start erfolgt hinter dem Rathaus auf der Äulestrasse. Danach geht es über die Lettstrasse zum Rheinpark Stadion. Hier erfolgt nach 900 Metern die einzige Zwischenzeit. Mittels einer ersten scharfen Kurve gelangen die Fahrer auf den Rheindamm. Auf einem schmalen Radweg folgen sie dem Fluss stromabwärts. Dabei passieren sie die Alte Rheinbrücke, danach fällt der Weg zum Fluss hin ab und unterquert die neue Rheinbrücke. Etwa zur Hälfte der Distanz verlässt die Strecke den Fluss: Die Fahrer überqueren den Rheindamm und biegen dahinter scharf auf den Neugutweg nach Osten ab, dem sie bis zur Alten Landstrasse folgen. Nach einer weiteren technischen Rechts-Links-Kombination fahren sie auf der Austrasse nach Norden zurück nach Vaduz. Die letzten Meter führen vorbei an der Kathedrale von Liechtenstein und dem Regierungsgebäude zum Kunstmuseum Liechtenstein, wo sich auf der Äulestrasse auf der Fahrspur neben dem Start der Zielstrich befindet.[2]

Ergebnis 1. Etappe
Platz Fahrer Nation Team Zeit
01.
02.
03.
04.
05.
06.
07.
08.
09.
010.
Gesamtwertung nach der 1. Etappe
Platz Fahrer Nation Team Zeit
01.
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04.
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06.
07.
08.
09.
10.

Etappe 2: Vaduz – Regensdorf (176,9 km)

Die zweite Etappe führt von Vaduz über hügliges Terrain nach Regensdorf. Nachdem Start vor dem Rathaus in Vaduz führt die Strecke vorbei am Rheinpark Stadion und entlang des Rhein, der nach rund zwei Kilometern überquert wird. Die Fahrer befinden sich nun in der Schweiz und fahren über Sevelen, Sargans und Flums zum Ufer des Walensees. Am Südufer wird nach 42,1 Kilometern in Obstalden (745 m) eine Bergwertung der 2. Kategorie abgenommen. Nach der anschließenden Abfahrt werden Glarus Nord und Reichenburg durchfahren, ehe die Straße bei Kaltbrunn erneut zu steigen beginnt. Auf der Strecke zu, Rickenpass wird nach 74,3 Kilometern beim Weiler Bildhaus (792 m) eine Bergwertung der 2. Kategorie abgenommen. Die nachfolgenden Kilometer verlaufen auf welligem Terrain. Nach der Abfahrt nach Wattwil führt die Strecke das Toggenburg hinab und über Mosnang, Mühlrüti, Fischingen und Bichelsee ins Tösstal. Nach Turbenthal geht es ab Kollbrunn in die nächste Steigung nach Weisslingen. Auf die Durchfahrt in Effretikon wird in Winterberg bei Kilometer 140,6 der einzige Zwischensprint ausgefahren. Zwischen Lufingen und Winkel steht der nächste steile Anstieg und bei Kilometer 150,8 der Tissot Kilometer an. Im Anschluss passieren die Fahrer den Flughafen Zürich im Norden und durchfahren Oberglatt, Niederhasli und Dielsdorf, ehe der Schlussanstieg nach Regensberg (608 m) erfolgt. Dieser weist auf einer Länge von 3,5 Kilometern eine durchschnittliche Steigung von rund 5,7 % auf. Nachdem die Bergwertung der 3. Kategorie 10,5 Kilometer vor dem Ziel passiert wurde, führt die abschließende Abfahrt über Boppelsen und Buchs nach Dällikon. Das Ziel befindet sich nach fünf flachen Kilometern in Regensdorf auf der Wiesackerstrasse vor dem Sportplatz.[3]

Ergebnis 2. Etappe
Platz Fahrer Nation Team Zeit
01.
02.
03.
04.
05.
06.
07.
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09.
10.
Gesamtwertung nach der 2. Etappe
Platz Fahrer Nation Team Zeit
01.
02.
03.
04.
05.
06.
07.
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09.
10.

Etappe 3: Steinmaur – Rüschlikon (161,7 km)

Die dritte Etappe startet in Steinmaur und endet in Rüschlikon – vom Nordwesten des Kantons Zürich über viel Hügel durch den Kanton Aargau zurück an den Zürichsee. Nach dem Start am Neeracherried wird eine kurze Schleife befahren, die über Neerach, Weiach und Fisibach zurück nach Steinmaur führt. Im Anschluss geht es über Niederweningen und das Surbtal hinab nach Döttingen, wo das Ufer der Aare erreicht wird, ehe es von Stilli nach Riniken hochgeht. Ohne nach Brugg hineinzufahren, führt die Strecke nach Schinznach-Bad und von dort steil nach Scherz hoch sowie östlich an Lenzburg vorbei nach Villmergen. Der nächste Anstieg führt zum Hallwilersee. Nach dem Baldeggersee dreht die Fahrtrichtung ab Hochdorf wieder gen Norden und ab Muri ostwärts. Nördlich von Aristau im Reusstal wird nach 121,9 Kilometern der einzige Zwischensprint ausgefahren, ehe zwischen Unterlunkhofen und Oberwil-Lieli der erste Anstieg des hügligen Finales befahren wird. Dieser gilt als Bergwertung der 3. Kategorie und wird nach 128,3 Kilometern passiert. Kurz darauf wird nach Aesch der Tissot Kilometer erreicht. Im Anschluss geht es nach Affoltern am Albis. Von hier erfolgt die Auffahrt auf den Albispass (790 m), die sich in zwei Abschnitt unterteilen lässt. Zunächst wird in Aeugst am Albis (697 m) bei Kilometer 146 eine Bergwertung der 3. Kategorie abgenommen, ehe auf der eigentlichen Passhöhe 10,5 Kilometer vor dem Ziel eine weitere Bergwertung der 3. Kategorie abgenommen wird. Es folgte die kurvenreiche Abfahrt nach Adliswil. Auf den letzten fünf Kilometern wird die leicht ansteigende Kilchbergstrasse befahren, ehe es sich das Ziel in Rüschlikon am Ende einer weiteren kurzen Steigung (vom Bahnhof über Nidelbad zur Schule Moos) auf der Säumerstrasse befindet.[4]

Ergebnis 3. Etappe
Platz Fahrer Nation Team Zeit
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Gesamtwertung nach der 3. Etappe
Platz Fahrer Nation Team Zeit
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05.
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07.
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10.

Etappe 4: Rüschlikon – Gotthardpass (170,9 km)

Die vierte Etappe wird in Rüschlikon gestartet und geht mit einer Bergankunft auf dem Gotthardpass auf einer Höhe von 2091 Metern zu Ende. Von Adliswil wird zu Beginn erneut der Albispass (790 m) überquert – in dieser Etappe in Gegenrichtung. Die Bergwertung nach 5,3 Kilometern gilt als 3. Kategorie. Im Anschluss führt die Strecke von Knonau in Richtung Nordwesten nach Wohlen. Wie am Vortag geht es über Sarmenstorf und vorbei am Hallwilersee und Baldeggersee in Richtung Süden. Nach Hochdorf folgen weitere wellige Kilometer über Eschenbach nach Gisikon und von Root nach Udligenswil. Bei Kussnacht führt die Strecke südlich des Zugersees entlang. über Goldau und dem Lauerzersee entlang nach Schwyz, ehe die Axenstrasse am Vierwaldstättersee befahren wird. Kurz nach Altdorf wird in Silenen bei Kilometer 135 der einzige Zwischensprint ausgefahren. Nun beginnt die Straße stark anzusteigen und führt nach Andermatt. Wenige Kilometer vor der Ortschaft wird in der Schöllenen (1421 m) (zwischen Teufelsbrücke und Urnerloch) eine Bergwertung der 2. Kategorie ausgefahren. Zwischen Andermatt und Hospental erfolgt auf dem rund vier Kilometer langen Flachstück der Tissot Kilometer, ehe die Fahrer den Gotthardpass in Angriff nehmen. Dieser weist auf einer Länge von 8,1 Kilometern eine durchschnittliche Steigung von 6,7 % auf und gilt als Bergwertung der 1. Kategorie. Die letzten 3,7 Kilometer werden auf der Nordseite auf der teilweise gepflasterten, alten Strasse absolviert. Auch die leicht abfallenden Zielgerade nördlich vom Ospizio ist gepflastert.[5]

Ergebnis 4. Etappe
Platz Fahrer Nation Team Zeit
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Gesamtwertung nach der 4. Etappe
Platz Fahrer Nation Team Zeit
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05.
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Etappe 5: Ambrì – Carì (148,6 km)

Die fünfte Etappe mit Start in Ambrì und Bergankunft in Carì auf einer Höhe von 1652 m führt die Leventina hinab und hoch. Der Start erfolgt auf dem Flugplatz Ambrì(1005 m), von wo aus es auf eine Runde in Richtung Lago Ritóm geht. Bereits nach 8,7 Kilometern wird eine Bergwertung der 2. Kategorie im nahegelegenen Ronco (1418 m) abgenommen. Nach der anschließenden Abfahrt auf kleinen Strassen zurück nach Ambri folgen die Fahrer auf der Hauptstrasse 2 die Leventina abwärts. Bereits kurz nach Rodi und der Piottino-Schlucht endet die Abfahrt auf 862 m, und der der erste Anstieg nach Carì erfolgt. Dieser erfolgt über den nördlichsten Zubringer und Osco. Nach 31,3 Kilometern wird bei der ersten Zieldurchfahrt (in Gegenrichtung) eine Bergwertung der 1. Kategorie abgenommen. Die anschließende Abfahrt führt die Fahrer über jene Straße nach Faido, die im Finale als Schlussanstieg dient. Im Tal angekommen geht es dem Ticino entlang in Richtung Süden, bis kurz vor Bellinzona bei Arbedo (241 m) der südlichste Punkt erreicht wird. Nun dreht die Fahrrichtung gen Norden; die Strecke liegt dieses Mal in der Riviera auf der Ostseite des Tals. Bei Biasca wird eine kurze Zusatzschleife im unteren Teil des Valle di Blenio absolviert mit Wende im Motto (441 m). Nach der dritten Durchfahrt in Biasca (296 m) steigt die Strecke in der Leventina bis Faido (712 m) stetig leicht an. Im Anstieg der Biaschina-Schlucht wird bei Kilometer 127,8 der Tissot Kilometer abgenommen. Kurz drauf wird vor Chiggiogna nach 134,5 Kilometern der einzige Zwischensprint ausgefahren. Der Schlussanstieg ist zum Etappenziel ist 10,5 Kilometer lang und weist eine durchschnittliche Steigung von 8 % auf. Er gilt als Bergwertung der 1. Kategorie.[6]

Ergebnis 5. Etappe
Platz Fahrer Nation Team Zeit
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Gesamtwertung nach der 5. Etappe
Platz Fahrer Nation Team Zeit
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Etappe 6: Ulrichen – Blatten (42,5 km)

Die sechste Etappe führt nach ursprünglicher Planung über 151 Kilometer von Locarno (217 m) im Tessin ins Wallis nach Blatten bei Naters (1328 m). Da der Nufenenpass (mit 2439 m ü. M. als höchster Punkt der 87. Austragung der Tour de Suisse vorgesehen) noch nicht vom Schnee geräumt werden konnte, wurde eine Woche zuvor entschieden, die Königsetappe zu verkürzen.[7]

Anstatt durch die Magadinoebene, die Leventina und über den Nufenenpass zu fahren, wurde der Start ins Wallis nach Ulrichen verlegt. Von dort führt die Etappe wie vorgesehen das Goms hinab. Bei Lax erfolgt wie geplant der einzige Zwischensprint. Die Strecke führt weiter bergab nach Naters (676 m), wo der Schlussanstieg beginnt. Die Auffahrt ins Bergdorf weist auf einer Länge von sechs Kilometern eine durchschnittliche Steigung von 9 % auf und gilt als Bergwertung der 1. Kategorie. Auf diesen Abschnitt wurde der Tissot Kilometer verlegt, der fünf Kilometer vor dem Ziel beginnt. Das Ziel der Bergankunft ist auf dem Parkplatz der Belalp-Bahn.[8]

Ergebnis 6. Etappe
Platz Fahrer Nation Team Zeit
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Gesamtwertung nach der 6. Etappe
Platz Fahrer Nation Team Zeit
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Etappe 7: Villars-sur-Ollon – Villars-sur-Ollon (118,1 km)

Die siebte Etappe startet und endet in Villars-sur-Ollon, das auf einer Höhe von 1250 m ü. M. liegt. Die Strecke führt über einen gebirgigen Rundkurs durch die Waadtländer Alpen, der zweimal befahren werden muss. Unmittelbar nach dem Start beginnt die Straße anzusteigen und führt auf den Col de la Croix (1776 m), der bereits nach 7,7 Kilometern zum ersten Mal passiert wird. Die anschließende Abfahrt führt über Les Diablerets nach Aigle (397 m), ehe es flach das Rhonetal bis kurz vor Bex geht. Über kleine verwickelte Straßen gelangen die Fahrer nun zum Schlussanstieg, der über die nördlichere Auffahrt über Huémoz nach Villars-sur-Ollon führt. Nach 57,4 Kilometern wird hier eine Bergwertung der 1. Kategorie abgenommen, ehe der Zielstrich kurz darauf zum ersten Mal überquert wird. Die zweite Überquerung des Col de la Croix erfolgt nach 67,2 Kilometern, wobei auf der Passhöhe erneut, eine Bergwertung der 2. Kategorie abgenommen wird. Der Zwischensprint wird nach 102,1 Kilometern kurz vor Bex ausgefahren, ehe der Tissot Kilometer in der Schlussauffahrt bei Kilometer 113,1 erreicht wird. Der Schlussanstieg nach Villars-sur-Ollon ist 7,3 Kilometer lang und weist eine durchschnittliche Steigung von 8,2 % auf.[9]

Ergebnis 7. Etappe
Platz Fahrer Nation Team Zeit
01.
02.
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04.
05.
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08.
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10.
Gesamtwertung nach der 7. Etappe
Platz Fahrer Nation Team Zeit
01.
02.
03.
04.
05.
06.
07.
08.
09.
10.

Etappe 8: Aigle – Villars-sur-Ollon (15,7 km)

Die achte und letzte Etappe wird im Rahmen eines Bergzeitfahrens zwischen Aigle und Villars-sur-Ollon ausgetragen. Das Ziel befindet sich dabei auf einer Höhe von 1250 m ü. M., 865 Höhenmeter über dem Ausgangsort. Der Start erfolgt vor dem Sitz der UCI, ehe die ersten 5,2 Kilometer flach nach Ollon führen. Am Ortseingang wird die erste Zwischenzeit passiert. Nun beginnt die 10,5 Kilometer lange Auffahrt nach Villars-sur-Ollon (ab Forchex auf der gleichen Strecke wie am Vortag), die eine durchschnittliche Steigung von 7,8 % aufweist. nach 12,5 Kilometern wird in Huémoz die zweite Zwischenzeit genommen.[10]

Ergebnis 8. Etappe
Platz Fahrer Nation Team Zeit
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04.
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06.
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Gesamtwertung nach der 8. Etappe
Platz Fahrer Nation Team Zeit
01.
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03.
04.
05.
06.
07.
08.
09.
10.

Vergabe der UCI-Punkte

Die Tour de Suisse ist Teil der UCI WorldTour 2024. Während des Rennens werden UCI-Punkte vergeben, die sich auf die Platzierung der Fahrer und Mannschaften im UCI Ranking auswirken. Die Punktevergabe erfolgte nach folgendem Schlüssel:[11]

Platzierung 1. 2. 3. 4. 5. 6. 7. 8. 9. 10. Anmerkung
Gesamtwertung 500 400 325 275 225 175 150 125 100 85 gestaffelt bis zum 60. Platz (3 Punkte)
Punktewertung 10
Bergwertung 10
Etappenwertung 60 40 30 25 20 15 10 8 5 2
Führung 10 Gesamtführender nach jeder Etappe

Wertungen im Verlauf

Etappe Etappensieger

Gesamtwertung

Sprintwertung

Bergwertung

Nachwuchswertung

Teamwertung

1
2
3
4
5
6
7
8
Wertungssieger

Einzelnachweise

  1. Patrik Eisenacher: Gino Mäder wird Spezialpreis gewidmet – Schweizer verstarb im Vorjahr in der Abfahrt vom Albulapass. In: Eurosport. 29. Mai 2024, abgerufen am 9. Juni 2024.
  2. 1. Etappe. In: Tour de Suisse. 30. November 2023, abgerufen am 29. Mai 2024.
  3. 2. Etappe. In: Tour de Suisse. 14. Dezember 2023, abgerufen am 29. Mai 2024.
  4. 3. Etappe. In: Tour de Suisse. 14. Dezember 2023, abgerufen am 29. Mai 2024.
  5. 4. Etappe. In: Tour de Suisse. 14. Dezember 2023, abgerufen am 1. Juni 2024.
  6. 5. Etappe. In: Tour de Suisse. 14. Dezember 2023, abgerufen am 31. Mai 2024.
  7. 6. Etappe der Tour de Suisse wird verkürzt. In: Tour de Suisse. 7. Juni 2024, abgerufen am 8. Juni 2024.
  8. 6. Etappe. In: Tour de Suisse. 14. Dezember 2023, abgerufen am 8. Juni 2024.
  9. 7. Etappe. In: Tour de Suisse. 14. Dezember 2023, abgerufen am 31. Mai 2024.
  10. 8. Etappe. In: Tour de Suisse. 14. Dezember 2023, abgerufen am 31. Mai 2024.
  11. The Inner Ring | UCI Points And Rankings Tables. In: inrng.com. 18. Januar 2024, abgerufen am 23. Januar 2024 (amerikanisches Englisch).
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